Rutkowski ist seit zwölf Jahren im Klinikum tätig. Schon früh hat er sich für das Fachgebiet Urologie interessiert. Nach Abschluss der Ausbildung zum Allgemeinmediziner in Wien folgte im Jahr 2009 dann die Facharztausbildung für Urologie am Landesklinikum Korneuburg, welche er im Jahr 2014 abgeschlossen hat. Sein Schwerpunkt als Facharzt liegt im Bereich der funktionellen Urologie und männlichen Harninkontinenz.
Die Abteilung Urologie des LK Korneuburg bietet nahezu das gesamte urologische Leistungsspektrum an. Im Bereich der Steintherapie steht neben den endoskopischen Verfahren auch ein Gerät zur extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL) zur Verfügung. Damit können geeignete Nieren- und Harnleitersteine ohne Schnitt und Narkose behandelt werden. Neben allen uro-onkologischen Operationen liegt ein weiterer chirurgischer Schwerpunkt auf den verschiedensten Methoden der Inkontinenztherapie. Gerade im Bereich der männlichen Harninkontinenz werden hier auch sehr komplexe Fälle behandelt. Die Erfahrungen daraus fließen in das seit 2011 bestehende interdisziplinäre Beckenbodenzentrum ein.
Im Jahr 2010 ist Rutkowski, gefördert von Primarius Univ. Prof. Dr. Wilhelm Hübner, zur MKÖ gestoßen und hat sich zunächst an Tagungen, Patientenveranstaltungen und Strategieplanungen betätigt. Seit 2016 war er als Kassier der Gesellschaft tätig und in den vergangene drei Jahren als Vizepräsident, eher er nun zu deren Präsidenten gewählt wurde.
Die MKÖ wurde im Jahr 1990 gegründet und verstand sich ursprünglich als interdisziplinäre Gesellschaft für systemische Inkontinenzhilfe. Die Idee war es, verschiedene Berufsgruppen, die sich mit der Abklärung und Therapie von Harn- und Stuhlinkontinenz befassen, in einer gemeinsamen Gesellschaft zusammenzuführen, um diese Fragestellung fokussiert und interdisziplinär behandeln zu können. Ziel war es auch, dieses für die Betroffenen sehr belastende Thema durch Informationskampagnen mehr in das Zentrum des öffentlichen Interesses zu rücken und zu enttabuisieren. Dabei wurde von Anfang an großer Wert auf die interdisziplinäre Fortbildung gelegt.
Heute geht es längst nicht mehr um Inkontinenz alleine, vielmehr werden alle Pathologien rund um Beckenboden, Blase und Darm von verschiedenen Seiten beleuchtet, neue Entwicklungen vorgestellt und diskutiert.
Präsident Rutkowski: „Die MKÖ ist in den 30 Jahren ihres Bestehens stetig gewachsen und hat einer Vielzahl von Betroffenen und Angehörigen mit Information und Beratung helfen können. Möglich wurde dies nur durch die engagierte und unentgeltliche Mitarbeit der beteiligten Berufsgruppen.“
Seitens der Leitung des Landesklinikums Korneuburg-Stockerau hält der ärztliche Direktor Dr. Ernstberger, MSC, MBA fest: „Wir gratulieren herzlich zur Übernahme der Präsidentschaft der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich und freuen uns, einen auf diesem wichtigen Gebiet so engagierten Mitarbeiter am Landesklinikum Korneuburg zu haben.“
BILDTEXT
Oberarzt Dr. Michael Rutkowski
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