Gesundheitsplan 2040+: Mehr moderne Medizin im Weinviertel - Interdisziplinäre Tages- und Wochenklinik stärkt Versorgung

Interim. Leiter Tages- und Wochenklinik Wolfgang Winter, Vorständin Elisabeth Bräutigam, Geschäftsführerin Katja Steininger, Landesrat Anton Kasser

HOLLABRUNN – Mit dem Gesundheitsplan 2040+ wird die medizinische und pflegerische Versorgung in Niederösterreich langfristig gesichert und gezielt weiterentwickelt. Für die Region Weinviertel bedeutet dies eine vernetzte und zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung, welche künftig den Herausforderungen wie demografischem Wandel, medizinischem Fortschritt und steigendem Bedarf gerecht wird. 

Das Weinviertel wird im Rahmen des Gesundheitsplans 2040+ umfassend neu aufgestellt. Der für die Kliniken zuständige Landesrat Anton Kasser erklärt: „Ziel ist es, eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle Regionen Niederösterreichs zu gewährleisten, unabhängig davon, ob es sich um städtische Zentren oder ländliche Regionen handelt. Für die Region bedeutet der Gesundheitsplan 2040+ ein vernetztes Gesundheitssystem, das künftig den großen Herausforderungen und einem steigenden Versorgungsbedarf gerecht werden kann. Dabei bilden die zwei Schwerpunktkliniken, das neue Klinikum Weinviertel Süd in Stockerau und das Klinikum Weinviertel Nord in Mistelbach, das Rückgrat der Versorgung.“

Vorständin Elisabeth Bräutigam ergänzt: „Ein zentrales Element dieser Neuausrichtung ist die interdisziplinäre Tages- und Wochenklinik am Standort Hollabrunn. Dieses zukunftsweisende Konzept ermöglicht effizientere Abläufe sowie schnellere und für Patientinnen und Patienten weniger belastende Behandlungen. Allein im Jahr 2025 wurden in Niederösterreich rund 44.000 solcher Behandlungen durchgeführt. Besonders häufig sind Eingriffe wie Kataraktoperationen (Grauer Star), Ausschabungen, Behandlungen des Karpaltunnelsyndroms oder arthroskopische Operationen am Knie.“ Auch in Hollabrunn zeigt sich dieser Trend deutlich: Die interdisziplinäre Tagesklinik deckt aktuell die Fachbereiche Chirurgie, Gynäkologie sowie Orthopädie und Traumatologie ab, eine Erweiterung um Urologie ist geplant. Insgesamt stehen derzeit 18 Betten zur Verfügung. 

Während in der Tagesklinik vor allem kleinere Eingriffe durchgeführt werden, übernimmt die Wochenklinik auch komplexere Operationen, etwa bei Hernien oder im gynäkologischen Bereich. „Viele Eingriffe können heute dank medizinischem Fortschritt tagesklinisch, also ohne Übernachtung, durchgeführt werden. Bereits jetzt zeigt sich der Erfolg: Am Standort Hollabrunn werden durchschnittlich rund 100 Operationen pro Monat durchgeführt.  Durch gezielte Planung und optimierte Abläufe werden Wartezeiten reduziert und medizinische Expertise gebündelt – ein großer Mehrwert für Patientinnen und Patienten sowie für das Personal“, freut sich OA Dr. Wolfgang Winter, Klinikstandort Hollabrunn, Landesklinikum Korneuburg-Stockerau-Hollabrunn.

Auch künftig bleiben alle bestehenden Klinikstandorte im Weinviertel erhalten. Die Kliniken Korneuburg-Stockerau-Hollabrunn werden fachlich und organisatorisch näher zusammengeführt und bilden einen wichtigen Schritt in Richtung des neuen Klinikums Weinviertel Süd. Ergänzend dazu entstehen Ambulatorien in Gänserndorf und Hollabrunn sowie Primärversorgungseinheiten in allen Bezirkshauptstädten. Darüber hinaus wird in Hollabrunn der größte Gesundheits- und Pflegecampus der Region mit 288 Betten errichtet. In Korneuburg ist zudem ein moderner Ausbildungscampus für Pflege- und Gesundheitsberufe geplant. Eine flächendeckende 24/7-Notfallversorgung bleibt im gesamten Weinviertel weiterhin gewährleistet.

„Die geplanten strukturellen Veränderungen schaffen die Grundlage für eine bessere Planbarkeit klinischer Abläufe, setzen neue medizinische Impulse und sichern langfristig eine hohe Versorgungsqualität für alle Weinviertlerinnen und Weinviertler und darüber hinaus. Damit wird deutlich: Die Gesundheitsversorgung im Weinviertel bleibt nicht nur erhalten, sondern wird gezielt weiterentwickelt – für eine moderne, wohnortnahe und zukunftsfitte Betreuung für die Bevölkerung“, unterstreicht die Geschäftsführerin der Gesundheit Weinviertel GmbH Katja Steininger.

Die Umsetzung erfolgt schrittweise über einen Zeitraum von zehn bis fünfzehn Jahren - bestehende Strukturen bleiben bis dahin unverändert. Bereits umgesetzt wurde die Bündelung der Geburtshilfe am Standort Korneuburg. Gleichzeitig wird die Akutgeriatrie und Remobilisation in der Region ausgebaut – mit bestehenden Kapazitäten in Stockerau und geplanten Erweiterungen in Hollabrunn.

Weitere Innovationen sind bereits geplant: So wird im dritten Quartal 2026 am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf ein roboterassistiertes Operationsprogramm eingeführt. Dieses ermöglicht präzisere Eingriffe, verkürzt Spitalsaufenthalte und beschleunigt die Rehabilitation.

Zusätzlich wird bis Ende 2026 das telemedizinische Betreuungsprogramm „Herzmobil“ im gesamten Weinviertel ausgerollt. Es unterstützt Patientinnen und Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz nach einem Spitalsaufenthalt durch eine Kombination aus moderner Technologie und persönlicher Betreuung.


Fotocredit: NÖ LGA / Robert Herbst
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Bild 1: v.l.n.r.: Interim. Leiter Tages- und Wochenklinik OA Dr. Wolfgang Winter, Vorständin NÖ LGA Elisabeth Bräutigam, Geschäftsführerin der Gesundheit Weinviertel GmbH Katja Steininger, Landesrat Anton Kasser

Bild 2: v.l.n.r.: OA Dr. Wolfgang Winter, Pflegerische Stationsleitung Tages- und Wochenklinik DGKP Ernestine Petz mit Landesrat Anton Kasser in einem Patientenzimmer

Bild 3: v.l.n.r.: Pflegerische Stationsleitung Tages- und Wochenklinik DGKP Ernestine Petz, Pflegedirektorin LK Hollabrunn Silvia Hickelsberger, OA Dr. Wolfgang Winter mit Landesrat Anton Kasser im OP-Planungs- und Untersuchungszimmer

Bild 4: v.l.n.r.: Vorstand NÖ LGA Gerhard Dafert, Interim. Ärztlicher Direktor Rainer Ernstberger, Pflegerische Stationsleitung Tages- und Wochenklinik DGKP Ernestine Petz, Interim. Leiter Tages- und Wochenklinik OA Dr. Wolfgang Winter, Vorständin NÖ LGA Elisabeth Bräutigam, Geschäftsführerin der Gesundheit Weinviertel GmbH Katja Steininger, Landesrat Anton Kasser, Pflegedirektorin Silvia Hickelsberger und Interim. Kaufmännischer Direktor Anton Hörth


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